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Schanzenfest

Das Schanzenfest ist ein seit 1988 jährlich stattfindendes links-alternatives Straßenfest, welches jedes Jahr tausende Besucher anzieht. Dazu gibt es am Schulterblatt und in den umliegenden Straßen einen großen Flohmarkt, verschiedene kulinarische Angebote, Straßenkünstler sowie alternative Musik. Seit 2003 kommt es im Anschluss an das in der Regel friedlich verlaufende Fest zu Ausschreitungen zwischen Linksautonomen und gewaltorientierten jungen Menschen sowie der Polizei. Dabei richtet sich die Gewalt vor allem gegen Banken und Geschäfte, sowie gegen die Polizei selbst, die den Krawallen mit einem Großaufgebot und Wasserwerfern gegenübersteht. Seit 2004 findet das Fest unangemeldet statt, da die Veranstalter die städtischen Auflagen für nicht zumutbar halten.
Im Juli 2009 lieferten sich 1000 Randalierer Straßenschlachten mit der Polizei, wobei die Polizisten mit Flaschen, Feuerwerkskörpern und Molotow-Cocktails angegriffen und im weiteren Verlauf 67 Randalierer vorläufig festgenommen wurden. Da das Fest im Juli 2009 nach Meinung der Veranstalter wegen des Polizeieinsatzes nicht zum Ende geführt werden konnte, wurde es im September 2009 fortgesetzt. Auch die zweite Auflage des Festes 2009 endete mit einem größeren Polizeieinsatz, nachdem eine Polizeiwache angegriffen wurde und es im weiteren Verlauf zu größeren Sachbeschädigungen kam. Im Jahr 2010 wurde das Schanzenfest erst kurz vor seinem Veranstaltungstag durch die zuständigen Behörden genehmigt. Die Bilanz des Tages: 42 Festnahmen und 14 Verletzte.
